Sind Sie schon im Arkiclub angemeldet?
Zugang, ansonsten bitte hier anmelden!

Feinsteinzeug ist eine Mischung von Rohstoffen, ähnlich derer für “vitreous china“ (ein keramischer Werkstoff, der für Geschirr- und Santitäraritkel verwendet wird). Ein vollständig verglastes Material mit besonderen chemischen und mechanischen Eigenschaften, das z. Bsp. kein Wasser aufnimmt. Hochwertiger Ton und Feldspat werden bei sehr hoher Temperatur einem Sinterungsprozess unterzogen; dadurch entstehen Fliesen in Feinsteinzeug mit den Eigenschaften: frostsicher, schlagfest, kratzfest und chemikalienbeständig.
Feinsteinzeug ist deswegen äußerst strapazierfähig, hygienisch und von außergewöhnlicher eleganter Ästhetik.
Bei der Rektifizierung werden die Ränder der Fliesen perfekt und gerade zugeschnitten, also gefasst, um einen Effekt des “natürlichen Steins” zu schaffen.
Auf diese Weise können die rektifizierten auch kalibrierten Fliesen Kante an Kante oder fast fugenlos (knirsch) verlegt werden.
Und was unterscheidet naturale (natur), semilevigata (halbpoliert), bocciardata (gehämmert, gestockt) und strutturata (strukturiert)?
Unter Oberflächenbearbeitung versteht man die Bearbeitungsphase eines Werkteils um bestimmte Oberflächenbeschaffenheiten wie glatt, weniger glatt, rau, runzelig etc. und um gewisse Toleranzen der Formen und Maße zu erhalten.
Die Oberflächenbeschaffenheit naturale (natur) ist sehr vielseitig und universal einsetzbar; semilevigato (halbpoliert) betont die ästhetische Wertigkeit des Materials und erhöht dessen Eleganz und Glanz, der sogar den natürlichen Marmor übertrifft. Bocciardata (gehämmert, gestockt) ist das Resultat der Bearbeitung mit einem Werkzeug wie etwa ein Skalpell, eine Spitze etc. wobei man eine rustikale Oberfläche, ähnlich der des Rohmaterials, erhält. Strutturata (strukturiert) löst das Problem der Trittsicherheit bei Wasser oder bei besonderen Umgebungsbedingungen.
Unter Ton versteht man den Farbton, der eine bestimmte Produktionsserie von Fliesen auszeichnet. Da es in der industriellen Produktion fast unmöglich ist, Fliesen von absolut gleichem Farbton herzustellen, müssen diese vor der Verpackung je nach Farbgleichmäßigkeit, also dem Ton entsprechend, sortiert werden.
Häufig wird der Ton mit einem Buchstaben angegeben und auf der Verpackung aufgestempelt (Ton A, Ton B).
Das Kaliber ist das Werkmaß der Fliesen, also die Fliesengröße.
Formate von Fliesen werden im Nennmaß angegeben, was sich aus dem Werkmaß und der Fugenbreite zusammensetzt. Aufgrund der Herstellungstechniken von Fliesen kommt es zu leichten Maßschwankungen. Aus diesem Grund werden die Fliesen unter Berücksichtigung normgerechter Toleranzen sortiert, gekennzeichnet und getrennt verpackt. Wie beim Ton, ist auch das Kaliber auf der Verpackung wie folgt aufgebracht:
20 x 20 cm (W 198 mm x 198 mm) wobei 198 mm eben genau das Werkmaß ist.
Oppure:
20 x 20 cm – Kaliber 01
Das Format bezeichnet Form und Maß der Fliesen. Die gängigsten Formen sind viereckig (quadratisch und rechteckig), es gibt jedoch auch sechseckige, achteckige etc. Fliesen und Fliesen mit komplexen Profilen (wie moresco, provenzale etc). Beim heutigen Stand der Technik können grundsätzlich alle nur erdenklichen Formen produziert werden.
Auch die Maße können variierten, von wenigen Zentimetern (Mosaik) bis zu einem Meter.
Die Klasse/Sortierung ist ein Parameter, der die Lieferung betrifft.
Nur die 1. Sortierung bzw. 1. Wahl ist durch eine Norm geregelt. Zum Beispiel das Aussehen: auf hundert Fliesen dürfen nicht mehr als fünf Fliesen in einer Verpackungseinheit sein, die nicht der Norm entsprechen. Die anderen Sortierungen (2., 3., Handelsware, Ausschuss etc.) sind von geringerer Qualität und ihre Verpackungseinheiten können einen höheren Anteil an “schadhaften” Fliesen beinhalten.
Bevor man eine bestimmte Menge an Fliesen bestellt sollte man die Maße der zu bearbeitenden Oberfläche kennen sowie die Verlegetechnik und das Verlegemuster festgelegt haben.
Sind diese Daten ermittelt muß man wissen, dass:
Es empfiehlt sich somit gleich bei der Hauptbestellung ca. 10% mehr Fliesen zu ordern, als die zu verlegende Oberfläche ausmacht. Bei einer Nachbestellung könnten man Gefahr laufen, dass die zweite Lieferung nicht mehr hundertprozentig zu der ersten passt.
Das vorherrschende Klassifikationskriterium der unterschiedlichen verfügbaren Materialien für Fußböden und Wandverkleidungen gründet auf ihrer Natur.
Aus diesem Grund unterscheidet man:
Was die technischen Leistungen betrifft, so erweist sich das keramische Material im Vergleich zu anderen als hochwertiger, denn es ist:
Bei der Suche nach der idealen Fliese für das Projekt, das uns vorschwebt ist es notwendig technische und ästhetische Aspekte zu bewerten.